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Tipps & Tricks•Events•30. September 2026•Von

Tischkarten für die Hochzeit selbst gestalten: Format, Papier und Druck

Tischkarten für die Hochzeit selbst gestalten: Format, Papier und Druck

Tischkarten sind das kleinste Stück Papier auf einer Hochzeit und eines der nützlichsten. Sie nehmen achtzig Menschen die Frage ab, wo sie sitzen sollen, sie zeigen dem Service, wer das vegetarische Menü bekommt, und sie sind das Erste, was eure Gäste am Platz in die Hand nehmen. Fertig gekauft kosten sie pro Stück schnell mehr als das Porto der Einladung. Selbst gemacht brauchen sie einen Drucker, festes Papier und eine Stunde Zeit.

Dieser Leitfaden geht den Weg einmal durch: welches Format funktioniert, was auf die Karte gehört, wie ihr aus eurer Gästeliste in wenigen Minuten druckfertige Karten macht und woran es in der Praxis scheitert.

Tischkarte, Platzkarte, Tischnummer: drei Dinge, ein Durcheinander

Im Alltag gehen die Begriffe durcheinander, beim Bestellen und Basteln lohnt die Trennung. Die Tischkarte oder Platzkarte steht am einzelnen Platz und trägt den Namen eines Gastes. Die Tischnummer steht in der Mitte des Tisches und gilt für alle, die dort sitzen. Der Sitzplan hängt am Eingang und verrät, welcher Name an welchem Tisch zu finden ist.

Ihr braucht nicht zwingend alle drei. Bei freier Platzwahl am zugewiesenen Tisch genügen Sitzplan und Tischnummern. Wollt ihr festlegen, wer neben wem sitzt, kommen die Tischkarten dazu. Für die Nummern gibt es eine eigene Vorlage: Tischnummern gestalten.

Format und Papier

Das übliche Format ist die gefaltete Karte, die wie ein kleines Zelt auf dem Tisch steht. Gefaltet misst sie etwa 9 × 5,5 cm, also die Größe einer Visitenkarte. Das ist groß genug für einen Namen in lesbarer Schrift und klein genug, um neben Glas und Besteck nicht zu stören.

Beim Papier entscheidet das Gewicht. Normales Druckerpapier mit 80 g/m² fällt gefaltet in sich zusammen. Ab 200 g/m² steht eine Karte stabil, bis 250 g/m² ziehen die meisten Heimdrucker das Papier noch sauber ein. Mattes Papier ist die bessere Wahl: Es spiegelt im Kerzenlicht nicht, und die Tinte verwischt weniger, wenn jemand mit feuchten Fingern danach greift.

Wer einen Tintenstrahldrucker hat, lässt die Blätter nach dem Druck ein paar Minuten liegen, bevor geschnitten wird. Beim Laserdrucker entfällt das, dafür kann sehr dickes Papier im Einzug hängen bleiben. Ein Probedruck auf dem echten Papier klärt beides, bevor dreißig Seiten durchlaufen.

Was auf die Karte gehört

Der Name, und zwar so, wie die Person angesprochen werden möchte. Auf einer Hochzeit im Freundeskreis ist das meist der Vorname. Sitzen zwei Gäste mit demselben Vornamen am Tisch, hilft der abgekürzte Nachname. Bei einer förmlicheren Feier oder vielen Gästen, die sich nicht kennen, steht der volle Name auf der Karte. Titel lasst ihr weg, außer die Person legt erkennbar Wert darauf.

Kinder bekommen eine eigene Karte mit ihrem Vornamen. Für Begleitungen, deren Namen ihr nicht kennt, fragt ihr nach, statt „Begleitung von Thomas“ zu schreiben; die Rückfrage kostet eine Nachricht und erspart einen unangenehmen Moment am Tisch.

Mehr braucht die Vorderseite nicht. Ein kleines Symbol für die Menüwahl ist praktisch, wenn der Service danach fragt, gehört aber eher auf die Rückseite oder in die Liste für die Küche.

Schritt für Schritt zur fertigen Karte

Mit dem kostenlosen Tischkarten-Generator von Snapveil entstehen alle Karten in einem Durchgang. Snapveil ist unser eigenes Produkt; der Generator funktioniert ohne Konto, und die Gästeliste verlässt euren Browser nicht.

  1. Gästeliste vorbereiten. Kopiert die Namensspalte aus eurer Tabelle, ein Name pro Zeile. Prüft vorher die Schreibweisen, am besten zu zweit.
  2. Liste einfügen. Der Generator zeigt sofort, wie viele Karten entstehen. Bis zu 120 Namen gehen in einem Durchgang.
  3. Design wählen. Zwölf Designs stehen zur Auswahl, dazu zehn Farbwelten und drei Schriften. Die Vorschau zeigt Vorder- und Rückseite mit euren Namen.
  4. PDF herunterladen. Vier Karten passen auf ein A4-Blatt, mit Schnittlinien und einer feinen Falzlinie.
  5. Drucken in 100 % Größe. Schaltet im Druckdialog „An Seite anpassen“ aus, sonst stimmen die Maße nicht mehr.
  6. Schneiden, rillen, falten. Erst entlang der gestrichelten Linien schneiden, dann die Falzlinie mit Lineal und Messerrücken nachziehen, dann knicken.

Lange Namen setzt der Generator automatisch kleiner oder verteilt sie auf zwei Zeilen. Doppelnamen werden am Bindestrich getrennt, nicht mitten im Wort.

Die Rückseite: mehr als eine leere Fläche

Eine gefaltete Karte hat zwei Seiten, und die hintere sieht der Gast gegenüber. Ohne weitere Angabe druckt der Generator den Namen auf beide Seiten. So ist er von jedem Platz aus lesbar, was bei runden Tischen mehr hilft, als man denkt.

Die zweite Möglichkeit: ein QR-Code. Fügt ihr den Link zu eurer Fotogalerie ein, steht auf der Rückseite jeder Karte ein Code mit kurzem Hinweis. Gäste scannen ihn mit der Handykamera und laden ihre Fotos hoch, ohne App und ohne Konto. Weil die Karte an jedem Platz steht, erreicht der Code auch die Gäste, die am Willkommensschild vorbeigelaufen sind. Wie das mit der Galerie funktioniert, steht auf der Seite QR-Code für die Hochzeit; ein Event mit bis zu 250 Fotos ist bei Snapveil kostenlos.

Scannt den Code einmal selbst von der gedruckten Karte, bevor ihr alle Blätter druckt. Ein Tippfehler im Link fällt sonst erst am Abend auf.

Woran Tischkarten in der Praxis scheitern

Die häufigsten Probleme haben nichts mit Gestaltung zu tun. Das erste ist die Druckskalierung: Viele Drucker verkleinern ein PDF automatisch um ein paar Prozent, und die Schnittlinien treffen dann nicht mehr. Das zweite ist Papier, das zu dünn ist und nach einer Stunde im warmen Saal einknickt. Das dritte sind Namen. Eine falsch geschriebene „Katharina“ mit C merkt sich die Betroffene länger als das Dessert.

Dazu kommt der Zeitpunkt. Druckt die Karten nicht Wochen vorher, denn bis zur letzten Woche sagen Gäste ab oder zu. Drei bis vier Tage vor der Feier ist ein guter Moment: Die Liste steht, und für einen Nachdruck einzelner Karten bleibt Zeit. Hebt das PDF auf, dann ist eine Ersatzkarte in zwei Minuten gedruckt.

Legt außerdem zwei, drei Blankokarten mit einem passenden Stift bereit. Irgendjemand bringt immer spontan eine Begleitung mit.

Selber machen oder bestellen

Bestellte Tischkarten aus der Druckerei haben ihre Berechtigung: Prägung, Goldfolie oder Büttenpapier bekommt kein Heimdrucker hin. Wer genau das sucht, ist dort richtig und sollte die Lieferzeit einplanen.

Für alle anderen spricht viel für den eigenen Druck. Er kostet das Papier, er lässt Änderungen bis zum Vorabend zu, und er passt in Schrift und Farbe zu den anderen Drucksachen, wenn ihr sie aus derselben Vorlage holt. Tischnummern und Willkommensschild nutzen dieselben Designs und Farbwelten, sodass Tisch und Eingang am Ende zusammengehören.

Die Karten selbst sind danach schnell vergessen. Dass jeder seinen Platz gefunden hat und die Fotos des Abends an einem Ort liegen, bleibt.

Häufig gestellte Fragen

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